Orgasmus

Richtig kommen – aber wie?


Der weibliche Orgasmus baut sich durch kontinuierliche Stimulation auf. Wird die Stimulation unterbrochen, kann auch der Aufbau des Orgasmus abnehmen und die Stimulation muss wieder neu ansetzen. Deshalb ist es für viele Frauen während des direkten Geschlechtsverkehrs eher schwierig zu einem Orgasmus zu kommen.


Wie funktioniert ein Orgasmus?

Ein Orgasmus ist ein Reflex, bzw. eine Reaktion, die auf der Stimulation der Klitoris basiert. Dabei kommt es zu heftigen Kontraktionen der Muskulatur innerhalb der Vagina. Die Intensität des Orgasmus kann dabei von Mal zu Mal stark variieren. Das kann unter anderem mit der Umgebung und dem Zustand der Entspannung zusammenhängen. Bei Stress oder Druck kann der Orgasmus durchaus weniger intensiv ausfallen, als in einer intimen, entspannten Situation.


Kennst Du Deine erogenen Zonen?

Eine erogene Zone ist eine Körperstelle, an der Berührungen als ganz besonders angenehm empfunden werden. Die erogenen Zonen unterscheiden sich nicht nur bei Männern und Frauen, sie variieren auch von Person zu Person. Es gibt allerdings einige Körperstellen, an denen Berührungen für gewöhnlich sehr intensiv empfunden werden:

Orgasmen


Klitoral
Die Klitoris spielt eine wichtige Rolle für den weiblichen Orgasmus. Eine intensive Stimulation steigert die Durchblutung und lässt die Klitoris leicht anschwellen. Außerdem steigert die Stimulation die Feuchtigkeit der Vagina. Bei kontinuierlicher Stimulation wird die gesamte Region empfindlicher und der Höhepunkt wird erreicht.


Vaginal
Der weibliche Orgasmus ist meist klitoral. Der vaginale Orgasmus ist bis heute ein Rätsel. Gibt es ihn wirklich? Wenn ja, wie entsteht er? Ejakuliert eine Frau, wenn sie einen klitoralen Orgasmus hat? Wenn die Klitoris bei vaginaler Stimulation mit einbezogen wird, sensibilisiert das auch die Vagina. Der Orgasmus kann so noch einmal deutlich intensiver empfunden werden. Ob man diesen Orgasmus deshalb “vaginalen Orgasmus” nennen kann, bleibt fraglich. Die Klitoris ist deutlich größer, als sie auf den ersten Blick vermuten lässt. So ist auch der als vaginal empfundene Orgasmus eigentlich ein klitoraler.


Vaginal & Klitoral
Klitorale Orgasmen dürften den meisten Frauen bekannt sein. Ob wirklich zwischen vaginalen und klitoralen Orgasmen unterschieden werden kann, bleibt streitbar. In jedem Fall kann der Orgasmus bei gleichzeitiger Stimulation von Klitoris und Vagina noch einmal deutlich intensiver und tiefer empfunden werden.


G-Punkt
Ein weiteres Rätsel wirft der G-Punkt auf. Er befindet sich ca. 5 cm tief in der Scheide und fühlt sich weich an. Um den G-Punkt zu finden, muss Frau erregt sein. Mit der Erregung schwillt der G-Punkt an. Wird er stimuliert, kann es zu einem Orgasmus führen, der sich deutlich von klitoralen Orgasmen unterscheidet. Er baut sich zögerlicher auf und wird wesentlich intensiver und weitreichender empfunden. Weil der Orgasmus etwas Zeit in Anspruch nimmt, sind sich viele Frauen unsicher, ob sie überhaupt einen G-Punkt-Orgasmus erreichen können.


Multiple Orgasmen
Ob eine Frau multiple Orgasmen erreichen kann, hängt hauptsächlich mit der Beckenbodenmuskulatur zusammen. Eine trainierte, starke Beckenbodenmuskulatur kann einen Orgasmus deutlich intensivieren und multiple Orgasmen erleichtern.


Schwierigkeiten beim Orgasmus?
Entspann Dich. Für Probleme mit dem Orgasmus sind häufig Unsicherheiten, Stress oder Druck verantwortlich. Kannst Du Dich nicht richtig fallen lassen? Bist Du vielleicht verunsichert, weil Du nicht genau weißt, was Dir gefällt? Unser Rat lautet: Finde es doch erst mal selbst heraus. Lern Deinen Körper kennen und entdecke selbst, was Dir gefällt. Selbstbefriedigung kann Dir helfen, Deine erogenen Zonen zu finden. Beckenbodentraining kann Dir helfen, Deinen Orgasmus schneller zu erreichen. Außerdem wird er so auch noch um einiges intensiver. Für eine entspannte Situation suche das Gespräch mit Deinem Partner, das wird die Aufregung nehmen und die Situation entkrampfen.


Masturbieren kann hilfreich sein!
Nimm Dir Zeit für Dich, schaffe Dir eine schöne Umgebung und entdecke Deinen Körper ausführlich selbst. Du wirst nicht nur sicherer im Umgang mit Deinem Körper werden, Du wirst auch deutlich selbstbewusster sein, wenn Du weißt, was Dir gefällt.

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